Papier - trotz seiner Vergänglichkeit ein ständiger Begleiter menschlichen Lebens, wurde für uns zum unersetzlichen Werkstoff. Es ist ein schlichtes Material und gerade diese Schlichtheit übt auf mich einen unwidersteh-lichen Reiz aus. Das Vergängliche mit der Unvergänglichkeit keramischer Werkstoffe zu verbinden, war ein Anliegen, das mich sehr früh zu Porzellan führte. Nur dieses Material kann die Leichtigkeit und die Transparenz des Papiers wiedergeben. Die Fragilität der von mir hergestellten Gegenstände oder Objekte wird durch zarte Glasuren bzw. unglasierte Oberflächen, die selbst feinste Schatten auf sich spielen lassen, noch verstärkt. Falten und Biegungen werden so zum Träger von Licht und Schatten, die im wesentlichen zur Gestaltung meiner Arbeit beitragen. Neuere Arbeiten sind durch die Hinzunahme anderer Materialien wie Holz, Metall oder Stein so gestaltet, dass die Feinheit des Porzellans noch stärker zum Ausdruck kommt.
'Falter', Porzellan, Wurzelholz, Stein